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Fossa Eugenia

Ein denkwürdiger Wasserlauf

Die "Fossa Eugenia" ist ursprünglich als Kanal zwischen Rhein und Maas geplant worden und heute ein historisches Bodendenkmal. Recht gut erhalten ist z.B. ein Teilstück auf Kamp-Lintforter Stadtgebiet.

Im Rahmen eines geschichtlichen "Wirtschaftsboykotts" am 21. September 1626 durch den Grafen Heinrich van den Bergh in Rheinberg begonnen, sollte der Kanal ursprünglich 50 km lang, durchschnittlich 1,4 Meter tief , ca. 25 Meter breit werden und bis in die Gegend um Venlo führen.

Grundsätzlich war der Kanal als Grenzbefestigung im spanisch-holländischen Krieg angelegt worden und sollte die "Oranier", die militärisch nicht zu besiegen waren, von den Schiffahrtsrouten Richtung Meer abschneiden.

Entlang des Kanalbettes sind mehrere Schanzanlagen bis heute erkennbar. Teile des Schanzenwalls der Marienschanze an der Eugeniastraße am Dachsberg in Kamp-Lintfort sowie die Anhufschanze bei Hoerstgen können begangen und besichtigt werden. Die Fossa Eugenia wird heute auf dem Teilstück vom Dachsberg nach Rheinberg, das schnurgerade neben der B 510 verläuft, als Entwässerungsgraben genutzt.

Links:
Kloster Kamp (intern)