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Im Duisburger Norden entstand ein Park völlig neuen Stils

Lage: direkt an der A 42, AS Duisburg Meiderich
Tauchen und Klettern, wo einst Eisen erschmolzen wurde

Auf einer riesigen, 200 Hektar großen Industriebrache im Duisburger Norden entstand ein Park völlig neuen Stils: ein Landschaftspark. Auf dem ehemaligen Hüttengelände der Thyssen AG, wo bis 1985 Roheisen erschmolzen wurde, konnte dieses außergewöhnliche Projekt im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscherpark (IBA) seit Beginn der 90er Jahre verwirklicht werden.

Im Juni 1984 wurde der zentrale Bereich des Hüttenwerks der Öffentlichkeit übergeben. Heute ist der Park nahezu fertiggestellt.

Der Landschaftspark Duisburg Nord bietet seinen Besuchern zahlreiche Möglichkeiten für Freizeit, Erholung, Sport und Kultur. So gibt es einen Rundweg durch den zentralen Parkteil, für den etwa zwei Stunden notwendig sind, einen industriegeschichtlichen Pfad durch das Hüttenwerk mit einem Informationssystem und einer Ausstellung "Zugänge zum Eisen". Ein Lehr- und Lernbauernhof, Gärten, Wiesen und Wasserflächen gehören ebenfalls zum Gelände.

Neben Wandern und Radfahren bietet der Park zudem Möglichkeiten für Sportler jeglicher Couleur. So hat der Deutsche Alpenverein Klettergärten in ehemaligen Erzbunkern angelegt und ein Tauchverein nutzt einen alten Gasometer zum Tauchtraining.

Auch als Kulturstandort hat sich der Landschaftspark inzwischen einen Namen gemacht. Große Opernabende, Konzerte, Theateraufführungen vor beeindruckender Kulisse standen und stehen auf dem Programm.

Aber nicht nur Kulturfreunde sind im Landschaftspark gern gesehene Gäste. Die Betriebsgesellschaft des Parks, die "Landschaftspark Duisburg-Nord GmbH" bietet mehrere ehemalige Industriehallen unterschiedlicher Größe, vom kleinen "Kompressorenraum" bis zur riesigen "Kraftzentrale" für gewerbliche Veranstaltungen an. In beeindruckendem Ambiente fanden hier schon große Produktpräsentationen, wichtige Kongresse und herausragende Galaveranstaltungen statt. Mercedes-Benz etwa stellte dort seine neue S-Klasse vor und der amerikanische Chemie-Gigant Dow Chemical lud seine Top-kunden zum Galadinner mit David Copperfield.

Doch auch wer Veranstaltungen "zwei Schuhgrößen kleiner" plant, findet im Landschaftspark die passende Location. Hallen für Besucherzahlen zwischen 60 und 6000 stehen zur Verfügung.

Abends verwandelt sich das ehemalige Hüttenwerk durch eine Lichtinszenierung des britischen Künstlers Jonathan Park in ein faszinierendes Farbspektakel. Nicht zuletzt deshalb ist der Park gefragter Drehort für Film- und Fernsehproduktionen, Profi- und Amateurfotografen.

Natürlich kommen auch Kinder auf ihre Kosten. Große Freiflächen, als Klettergerüste nutzbare Maschinenhäuser, eine Röhrenrutsche in riesigen Vorratsbunkern und der schon genannte Bauernhof lassen jedes Kinderherz höher schlagen.

Für alle Besucher gewaltig ist der Ausblick von der obersten Plattform eines Hochofens, der als Aussichtsturm begehbar ist und einen herrlichen Blick über das westliche Ruhrgebiet und den Niederrhein gestattet.

Entsiegelte Asphaltflächen, begrünte Halden und Gärten in ehemaligen Erzbunkern sind sichtbare Zeichen des Vegetationskonzeptes. Seit der Stillegung des Werkes 1985 hat die Natur weite Bereiche des Geländes zurückerobert. Über 300 Pflanzenarten, die zum Teil als Samen mit dem Erz aus aller Welt ihren Weg nach Duisburg fanden, haben sich im Park angesiedelt

 

Fotos: Andreas Mangen und Michael Verhoelen

Allgemeine Informationen zum Landschaftspark Duisburg Nord und Hinweise zu Führungen gibt ein Info-Büro unter
Tel.: 0203 / 42 919 42
Fax: 0203 / 42 919 45

Wer Interesse an der Anmietung von Hallen hat, sollte sich an die Betriebsgesellschaft unter
Tel.: 0203 / 42 919 33
Fax: 0203 / 42 919 40
wenden.

Link:
Kernwasser Wunderland (intern)
Landschaftspark Nord