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Museum für Kunst- und Kulturgeschichte
Kastellstr. 9
47574 Goch
Das Museum Goch wurde 1991 eröffnet und bietet auf mehr als 1000 m² Ausstellungsfläche 11 interessante Sammlungsbereiche:
Stadt- und Regionalgeschichte, sakrale und profane Kunst vom 15. bis zum 19. Jh., darunter eine 25 Objekte umfassende Abteilung zur spätgotischen Plastik des Niederrheins.
Einzigartig ist der Aspekt der Erneuerung des gotischen Stils durch den Gocher Bildschnitzer Ferdinand Langenberg (1849-1931).
Ein weiterer Glanzpunkt des Museums ist die Grammophonsammlung Tomberg mit rund 100 historischen Objekten, die sonntags nachmittags zum Klingen gebracht werden.
Die zeitgenössische Kunst wird u.a. durch Gemälde von Rudolf Schoofs (* 1931) sowie durch das Skulpturenensemble im Museumsgarten repräsentiert.
Die reiche Kunstlandschaft am Niederrhein führte vor allem im späten Mittelalter zu einer blühenden Sakralkultur. Das Museum beherbergt eine schöne Sammlung von Plastiken, u. a. der Kalkarer Schule sowie künstlerisch wie ikonographisch herausragende Werke unbekannter Künstlerschaft des frühen 16. Jahrhunderts, so die Darstellung des Andreas am Kreuz(um 1500) oder auch einen Gnadenstuhl aus der Zeit um 1520.
Der in Goch geborene Bildhauer Ferdinand Langenberg (1849 - 1931) leitete in seiner Heimatstadt eine bedeutende Bildhauerwerkstatt. Der umfangreiche Nachlaß des Künstlers, u. a. die große Sammlung an Zeichnungen, bildet einen zentralen Schwerpunkt in der Sammlung des Hauses. Langenbergs künstlerisches Schaffen bewegte sich wesentlich im Bereich der Sakralkunst. Zahlreiche Altarwerke, aber auch Grabplastik sowie prägnante Einzelskulpturen vermitteln einen umfangreichen Eindruck von der neugotischen Bildhauerkunst im ausgehenden 19. Jahrhundert .
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