|
Die Geschichte begann 1976 mit der Gründung des Fördervereins "Windmühle Hiesfeld e. V." - Aufgabe des Fördervereins war es, die Turmwindmühle an der Sterkrader Straße nicht nur zu restaurieren und als technisches Baudenkmal zu erhalten, sondern auch durch gezielte Maßnahmen im Innenbereich die Windmühle der Bevölkerung, und hier insbesondere den jungen Menschen unter ihr, zugänglich zu machen.
Im Jahre 1979 erweiterte der Förderverein seine Satzung um die Aufgaben, die Hiesfelder Wassermühle ebenso als Baudenkmal zu renovieren, erhalten und zu pflegen. Zur Wassermühle gehören zwei Gebäude: die ursprüngliche Wassermühle, 1693 als Fachwerkhaus errichtete und ein auf der anderen Seite des Rotbachs gelegener, später errichteter großer Backsteinbau, der als Hauptgebäude für den Mühlenbetrieb sowie als Wohnhaus für den Müller genutzt wurde.
Zwischen beiden Gebäuden befindet sich in der Mitte des Rotbachs ein mächtiges mittelschlächtiges Wasserrad, das in seiner Höhe bis an den Walm des Fachwerkhauses heranragt. Zunächst wurde die alte Wassermühle provisorisch hergerichtet. Als 1989 das Land Nordrhein-Westfalen einen Zuschuß in Höhe von 200.000 DM bewilligte und die Stadt mit weiteren 100.000 DM half, konnte die Mühle komplett saniert werden, wobei der Mühlenverein aus eigenen Mitteln 50.000 DM aufbrachte.
Die Einrichtung und Ausstattung der beiden Mühlengebäude zu einem Museum kostete noch einmal 150.000 DM, die ebenfalls vom Mühlenverein durch Eigenmittel, Spenden und Selbsthilfe aufgebracht werden konnten. Ca. 40 Modelle von Mühlen aus Deutschland und aller Herren Länder wechseln sich auf den drei Etagen des Museums ab, sind zum größten Teil mit Landschaften umrahmt, welche die Gegenden zeigen, in denen die Originale stehen.
|