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Grabenstr. 66
47546 Kalkar
Hervorgegangen ist das Städtische Museum Kalkar aus der Schausammlung des örtlichen Archivs. Schon der Museumsbau verspricht, was viele Menschen sich wünschen: einmal hinter die Mauern eines alten Hauses schauen zu können und zu sehen, wie der Durchschnittsbürger früher lebte.
Bestehend aus zwei typischen Giebelhäusern des 15. Jahrhunderts und einem modernen Verbindungsbau aus den 70er Jahren, ist es jene Atmosphäre privater Wohnhäuser, die besticht.
Unter anderem befindet sich im Museum eine Handschrift des berühmten Sachsenspiegels aus der Zeit um 1390.
Themenschwerpunkte der Dauerausstellung bilden natürlich die Stadtentwicklung und die Baugeschichte des Rathauses, ergänzt durch recht anschauliche Inszenierungen zu Einwohnerzahlen des Spätmittelalters ("errechnet aus den im städtischen Gasthaus angefertigten Totenkisten") oder zur Synagoge und dem jüdischen Friedhof.
Die Sammlung zur Kunst des 20.Jahrhunderts, neben der Stadtgeschichte ein Schwerpunkt des Museums, geht auf den Kunsthistoriker Heinrich Jakob Schmidt zurück, der maßgeblich an der Konzeption des Museums in den sechziger Jahren beteiligt war. Als Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie von 1935 bis 1962 war Schmidt bis zu seinem Tod 1974 in der dortigen Künstlerszene engagiert.
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