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Von weitem haben Sie schon die eigenwillig geformte Turmhaube der Stifts- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul zu Kranenburg, dem alten Grenzort im Land zwischen Rhein und Maas, gesehen. Diese Kirche wurde um 1446 eingeweiht.
Der Baumeister Gisbert Schairt aus Zaltbommel schuf von 1406 - 1447 eine der eindrucksvollsten Kirchenbauten der Spätgotik aus Backstein und Trachyt hier am Niederrhein. Es ist eine dreischiffige Stufenhallenkirche. Im Jahre 1436 zog das Kanonikerstift aus Zyfflich (um 1000) nach Kranenburg.
Die Pfarr- und Wallfahrtskirche ist nun Stiftskirche bis 1802. Das Gotteshaus ist ein Sakralraum, der seit über 550 Jahren zur Feier der Liturgie und zum stillen Gebet einlädt.
Der Kirchenraum ist Versammlungsort der Gemeinde. Mittelalterliche Kirchenbauten betonen stärker das Auf-dem-Wege-sein, als das Umstehen des Altares in unserer Zeit.
Der Kirchenraum ist auch Ort der Kreuzwallfahrt: Von fast allen Punkten des Kirchenraumes ist das steinerne Türmchen mit dem Kranenburger Kreuz zu sehen.
Der Kirchenraum ist Ort der Heiligenverehrung. Fünf Reliquiare aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie zahlreiche Heiligenfiguren und Gemälde aus fünf Jahrhunderten erinnern an dei grosse Zahl der Männder und Frauen, die wir die Heiligen nennen.
Der Kirchenraum ist eine "biblia pauperum". Unterschiedliche Gemälde und Skulpturen berichten von Begebenheiten aus dem Alten und Neuen Testament. Ein offenes Buch für jeden, der "lesen" kann.
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